Gemeinsam in die Inklusion

Das zweijährige Förderprogramm „Gemeinsam in die Inklusion“ der Evangelischen Schulstiftung in der EKD vernetzt Schulen zum Thema Inklusion und treibt inklusive Schulentwicklungsprozesse voran. Durch zusätzliche Fördermittel der EKD ist ein sehr breitgefächertes und qualitativ hochwirksames Förderprogramm aufgesetzt worden. 6 sehr unterschiedliche evangelische Schulen starteten 2018 gemeinsam in einem zweijährigen Förderprogramm der Evangelischen Schulstiftung in der EKD. Für den Prozess ausgewählt wurden folgende Einrichtungen: das Evangelische Schulzentrum Bad Düben, die Jacob-Ellrod-Schule Gefrees, die Ostschule Stiftung Eben-Ezer, die CJD Grundschule Adensen sowie die Lebensweltschule Zwenkau. Alle teilnehmenden Schulen hatten bereits erste Erfahrungen mit beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern. Manche arbeiteten sogar schon jahrelang inklusiv. Gemeinsam war ihnen, dass Schulentwicklungsprozesse anstanden, für die sie sich Unterstützung von außen wünschten.

Ziele stecken, innovative Ideen entwickeln

Themen anpacken: Gemeinsam in die Inklusion

Wie kommen wir zu einem gemeinsamen Verständnis von Inklusion?

2017 startete das Programm mit einem Anstoßworkshop in Nordhausen. Hier steckten sie sich mit der Initiative Neues Lernen (INL) ihre ersten Ziele. Schülerinnen und Schüler, Eltern, pädagogische Mitarbeitende, Schulleitungen und Träger identifizierten gemeinsam die Highlights und Herausforderungen ihres Schulalltags, um Entwicklungspotentiale zu entdecken. Zudem begaben sie sich metaphorisch auf Seefahrt und entdeckten neue Potentiale. Kreative Ideen trafen dabei auf typische Themen der Schulentwicklung: Schulparlamente, Elterncafés, Snoezelräume, Kinderakademien und Umweltschule mit veränderter Lernumgebung für alle auf der einen Seite. Transparenz erhöhen, Kommunikation verbessern, Elternarbeit ausbauen auf der anderen Seite. Es rückte vor allem eine Frage in den Vordergrund: „Wie kommen wir dabei zu einem verbindenden Verständnis von Inklusion und einer gemeinsamen Haltung der gesamten Schulgemeinschaft?“

Themen anpacken, an die man sich allein nicht herantraut

Zwischen dem Auftakt in Nordhausen 2018 mit fachlichem Input, geistlicher Stärkung und nachfolgenden schulinternen Workshops wurden die teilnehmenden Schulen auch weiterhin begleitet. Coaches besuchten die Schulen vor Ort und arbeiteten je nach Zielstellung mit den Schulleitungen oder Arbeitsgruppen zusammen. „Ich nehme den Coach-Besuch immer zum Anlass, mich zu sortieren und neu Anlauf zu nehmen“, beschreibt Schulleiterin Susanne Lilje den Prozess, „im Schulalltag mit nur sechs Schulleitungsstunden bleiben komplexere Themen und ganze Schulentwicklungsprozesse sonst schnell auf der Strecke “. Auch an der Ostschule in Lemgo wird von den Coachings geschwärmt: „Wir packen Themen an, an die wir uns alleine gar nicht rantrauen würden“, sagt Schulleiterin Beate Busse und kann stolz von ersten Erfolgen berichten: Die Hausaufgaben wurden abgeschafft und der gesamte Schultag umstrukturiert, um Schülerinnen und Schüler individueller fördern zu können. Zusätzlich gelang es, die Schulbegleitungen und den offenen Ganztag unter das Dach der Schule zu holen, sodass die ganze Schulgemeinschaft nun in allen Bereichen partizipativ weiterentwickelt werden kann.

Gemeinsam in die Inklusion

An der Ostschule in Lemgo wurden Hausaufgaben abgeschafft und der Schulalltag umstrukturiert, um Schüler*innen individuell fördern zu können.

Vernetzung wird groß geschrieben

Für die Evangelische Schulstiftung in der EKD steht in dieser Projektförderung vor allem auch die Vernetzung der Schulen im Vordergrund. Alle beteiligten Schulen sind auf ihre Art und Weise Experten und sollten ihr Wissen untereinander weitergeben. Dazu gab es verschiedene Höhepunkte der Begegnung wie ein Fachtag im Februar 2019, ein Werkstatttag in Bochum und ein Barcamp Inklusion. Von kollegialer Beratung untereinander profitieren sie ebenso wie von externen Referentinnen und Referenten. Ein enger Begleiter dabei blieb die Initiative Neues Lernen. Wie ernst die INL dies nimmt, zeigt sich daran, dass auch Coach-Wechsel möglich sind oder sogar Coach-Tandems angeboten werden. Auf die Bedürfnisse der Steuerungsgruppe vor Ort wird sehr genau geschaut :„Wir orientieren uns an den individuellen Bedürfnissen der Schule und daran, was von den Coaches leistbar ist“, fasst Anastasia Schönfeld, Projektkoordinatorin der Initiative Neues Lernen ihre Philosophie zusammen. „Bei manchen geht es dabei ganz viel um Kommunikation und persönliche Stärkung, bei anderen steht die Prozessgestaltung und Perspektiventwicklung im Mittelpunkt “.

Verlauf des Förderprogramms

Das Förprogramm „Gemeinsam in die Inklusion“ hatte 2019 Halbzeit: Mit „Weiterkomm-Workshops“ starteten die Schulen in das neue Schuljahr 2019/2020. Hier wurden erste Erfolge gefeiert und sich vergewissert, um sich dann erneut mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern auf den Weg zu machen. Inklusive Arbeitsformen, ein inklusives Miteinander und damit letztlich ein inklusives Selbstverständnis – das sind die Zielsetzungen der Schulen. Sie alle haben am Förderprogramm „Gemeinsam in die Inklusion“ der Evangelischen Schulstiftung in der EKD teilgenommen. Der enge inhaltliche Austausch und die fachlichen Impulse haben die Motivation über den gesamten Projektzeitraum 2018-2020 hinweg erhalten. Sie bieten ein stabiles und langfristiges Fundament für erfolgreiche inklusive Lernsettings und Begegnungen. Die Ergebnisse der zweijährigen Schulentwicklungsprozesse und die besonderen Lernmomente werden am 26. November 2020 im Rahmen einer Online-Abschlusstagung gewürdigt.

Das zweijährige Förderprogramm „Gemeinsam in die Inklusion“ der Evangelischen Schulstiftung in der EKD vernetzt Schulen zum Thema inklusives Lernen und Leben und treibt inklusive Schulentwicklungsprozesse voran. Durch zusätzliche Fördermittel der EKD ist ein breitgefächertes und qualitativ hochwirksames Förderprogramm aufgesetzt worden. 6 sehr unterschiedliche evangelische Schulen starteten 2018 gemeinsam in einem zweijährigen Förderprogramm der Evangelischen Schulstiftung in der EKD. Für den Prozess ausgewählt wurden folgende Einrichtungen: das Evangelische Schulzentrum Bad Düben, die Jacob-Ellrod-Schule Gefrees, die Ostschule Stiftung Eben-Ezer, die CJD Grundschule Adensen sowie die Lebensweltschule Zwenkau. Alle teilnehmenden Schulen hatten bereits erste Erfahrungen mit beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern. Manche arbeiteten sogar schon jahrelang inklusiv. Gemeinsam war ihnen, dass Schulentwicklungsprozesse anstanden, für die sie sich Unterstützung von außen wünschten.

Ziele stecken, innovative Ideen entwickeln

Themen anpacken: Gemeinsam in die Inklusion

Wie kommen wir zu einem gemeinsamen Verständnis von Inklusion?

2017 startete das Programm mit einem Anstoßworkshop in Nordhausen. Hier steckten sie sich mit der Initiative Neues Lernen (INL) ihre ersten Ziele. Schülerinnen und Schüler, Eltern, pädagogische Mitarbeitende, Schulleitungen und Träger identifizierten gemeinsam die Highlights und Herausforderungen ihres Schulalltags, um Entwicklungspotentiale zu entdecken. Zudem begaben sie sich metaphorisch auf Seefahrt und entdeckten neue Potentiale. Kreative Ideen trafen dabei auf typische Themen der Schulentwicklung: Schulparlamente, Elterncafés, Snoezelräume, Kinderakademien und Umweltschule mit veränderter Lernumgebung für alle auf der einen Seite. Transparenz erhöhen, Kommunikation verbessern und Elternarbeit ausbauen auf der anderen Seite. Es rückte vor allem eine Frage in den Vordergrund: „Wie kommen wir zu einem verbindenden Verständnis von Inklusion und einer gemeinsamen Haltung der gesamten Schulgemeinschaft?“

Themen anpacken, an die man sich allein nicht herantraut

Zwischen dem Auftakt in Nordhausen 2018 mit fachlichem Input, geistlicher Stärkung und nachfolgenden schulinternen Workshops wurden die teilnehmenden Schulen auch weiterhin begleitet. Coaches besuchten die Schulen und arbeiteten je nach Zielstellung mit den Schulleitungen oder Arbeitsgruppen zusammen. „Ich nehme den Coach-Besuch immer zum Anlass, mich zu sortieren und neu Anlauf zu nehmen“, beschreibt Schulleiterin Susanne Lilje den Prozess, „im Schulalltag mit nur 6 Schulleitungsstunden bleiben komplexere Themen und ganze Schulentwicklungsprozesse sonst schnell auf der Strecke“. Auch an der Ostschule in Lemgo wird von den Coachings geschwärmt: „Wir packen Themen an, an die wir uns alleine gar nicht rantrauen würden“, sagt Schulleiterin Beate Busse und kann stolz von ersten Erfolgen berichten. Die Hausaufgaben wurden abgeschafft und der gesamte Schultag umstrukturiert, um Schülerinnen und Schüler individueller fördern zu können. Zusätzlich gelang es, die Schulbegleitungen und den offenen Ganztag unter das Dach der Schule zu holen, sodass die ganze Schulgemeinschaft nun in allen Bereichen partizipativ weiterentwickelt werden kann.

Vernetzung wird groß geschrieben

Förderprogramm "Gemeinsam in die INklusion" der Evangelischen Schulstiftung in der EKD.

Ein wichtiger Begleiter auf dem Weg ins inklusive Lernen und Leben ist die Initiative Neues Lernen e.V.

Für die Evangelische Schulstiftung in der EKD steht in dieser Projektförderung vor allem auch die Vernetzung der Schulen im Vordergrund. Alle beteiligten Schulen sind auf ihre Art und Weise Experten und geben ihr Wissen untereinander weiter. Dazu gab es verschiedene Höhepunkte der Begegnung wie ein Fachtag im Februar 2019, ein Werkstatttag in Bochum und ein Barcamp Inklusion. Von kollegialer Beratung untereinander profitieren sie ebenso wie von externen Referentinnen und Referenten. Ein enger Begleiter dabei blieb die Initiative Neues Lernen. Wie ernst die INL dies nimmt, zeigt sich daran, dass auch Coach-Wechsel möglich sind oder sogar Coach-Tandems angeboten werden. Auf die Bedürfnisse der Steuerungsgruppe vor Ort wird sehr genau geachtet:„Wir orientieren uns an den individuellen Bedürfnissen der Schule und daran, was von den Coaches leistbar ist“, fasst Anastasia Schönfeld, Projektkoordinatorin der Initiative Neues Lernen ihre Philosophie zusammen. „Bei manchen geht es dabei ganz viel um Kommunikation und persönliche Stärkung, bei anderen steht die Prozessgestaltung und Perspektiventwicklung im Mittelpunkt “.

Verlauf des Förderprogramms

Das Förderprogramm „Gemeinsam in die Inklusion“ hatte 2019 Halbzeit: Mit „Weiterkomm-Workshops“ starteten die Schulen in das neue Schuljahr 2019/2020. Hier wurden erste Erfolge gefeiert, um sich dann erneut mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern auf den Weg zu machen. Inklusive Arbeitsformen, ein inklusives Miteinander und ein inklusives Selbstverständnis – das sind die Zielsetzungen der Schulen. Sie haben am Förderprogramm „Gemeinsam in die Inklusion“ der Evangelischen Schulstiftung in der EKD teilgenommen. Der enge inhaltliche Austausch und die fachlichen Impulse haben die Motivation über den gesamten Projektzeitraum 2018-2020 hinweg erhalten. Sie bieten ein stabiles und langfristiges Fundament für erfolgreiche inklusive Lernsettings und Begegnungen.

Die Ergebnisse der zweijährigen Schulentwicklungsprozesse und die besonderen Lernmomente werden am 26. November 2020 im Rahmen einer Online-Abschlusstagung gewürdigt.

Gemeinsam in die Inklusion
Am 26. November 2020 veranstaltet die Evangelische Schulstiftung in der EKD gemeinsam mit der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und der Initiative Neues Lernen e.V. die Abschlusstagung des zweijährigen Förderprogramms „Gemeinsam in die Inklusion„. Aufgrund der derzeitigen Corona-Infektionslage findet die Abschlusstagung als Online-Format statt.

Interessierter Teilnehmerkreis

Die Veranstalter empfangen online Vertreterinnen und Vertreter aus den Schulen, die am Förderprogramm „Gemeinsam in die Inklusion“ teilgenommen haben. Ebenfalls werden Teilnehmende der Ausbildung zur/zum „Inklusionsbeauftragten“ der Evangelischen Schulstiftung in Sachsen in Kooperation mit dem Bistum Dresden-Meißen den Teilnehmerkreis mit Ihrem Fachwissen bereichern.

Austausch über den gemeinsam gestalteten Prozess

Der fachliche Austausch zum inklusiven Lernen und Leben an evangelischen Schulen in Deutschland steht im Vordergrund der Tagung. Die Veranstalter bieten den interessierten Teilnehmern 3 Workshops zu den Themen Partizipative Schulentwicklung, Multiprofessionelle Teams und Hybride Lernarrangements an. Ebenfalls soll die Veranstaltung Raum bieten für eine Würdigung der Schulentwicklungsprozesse im Rahmen des Förderprogramms „Gemeinsam in die Inklusion“ sowie eine Zertifizierung der 19 Inklusionsbeauftragten. Ein Ausblick auf zukünftige Projekte der Evangelischen Schulstiftung in der EKD im Bereich des inklusiven Lernens und Lebens runden das Programm ab. Weitere Informationen zu der Tagung finden Sie in der Pressemitteilung der Evangelischen Schulstiftung in der EKD.
Programm der Abschlusstagung
 
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